Der Begriff "Smart City" löst bei vielen Bürgern ein reflexartiges Unbehagen aus. Zu oft wird die intelligente Stadt mit der überwachten Stadt gleichgesetzt – ein ständiger Strom aus Kameras, Gesichtserkennung und Bewegungsprofilen. Doch dieser dystopische Ansatz ist weder technologisch zwingend, noch gesellschaftlich wünschenswert.

Im Innovation Tank verfolgen wir einen fundamental anderen Ansatz: "Privacy by Design". Datenschutz ist für uns kein lästiges juristisches Add-on, das am Ende eines Projekts durch eine Datenschutzerklärung abgehakt wird. Es ist das Fundament der Architektur.

"Technologie in öffentlichen Räumen darf niemals Misstrauen säen. Wenn eine Sensorik das Potenzial zur Überwachung bietet, ist ihr grundlegendes Design fehlerhaft."

Innovation Tank Team

Das Beispiel HEAR

Unser Projekt HEAR in der Heidelberger Altstadt ist der beste Beweis dafür, dass objektive Datenerhebung und absolute Privatsphäre Hand in Hand gehen können. Um Lärmkonflikte zu lösen, müssen wir wissen, wie laut es ist. Wir müssen aber nicht wissen, worüber die Menschen auf der Straße sprechen.

Anstatt Mikrofone zu installieren, die Audiostreams an Server senden, verarbeitet unsere Sensorik die akustischen Wellen direkt am Gerät (Edge Computing). Es werden lediglich aggregierte Pegelwerte als reine Zahlen (z. B. 75 Dezibel) übertragen. Stimmen, Worte und Gespräche existieren für das System nicht.

Echte Innovation in der Stadtentwicklung bedeutet, Lösungen zu schaffen, die dem Gemeinwohl dienen, ohne die individuellen Freiheitsrechte zu beschneiden. Die Währung der Smart City ist nicht Data – es ist Vertrauen.